Frühe Herbizidstrategie im Winterweizen
Die wirksame Bekämpfung von Ungräsern und Unkräutern beginnt im Winterweizen häufig bereits im Herbst. Insbesondere Ackerfuchsschwanz, Windhalm, Ausfallraps und zahlreiche zweikeimblättrige Unkräuter können frühzeitig Konkurrenz um Wasser, Nährstoffe und Licht ausüben. Gleichzeitig wächst die Bedeutung eines durchdachten Resistenzmanagements, um die Wirksamkeit vorhandener Herbizidwirkstoffe langfristig zu erhalten.
Mit Bridge® Extra 50 WG steht für den Herbst eine Herbizidlösung zur Verfügung, die sowohl durch ihre Wirkungsweise als auch durch ihre flexible Einbindung in unterschiedliche Herbizidstrategien überzeugt. Das Produkt enthält 500 g/kg Flumioxazin und wirkt über Blatt- und Boden.
Frühe Anwendung für saubere Bestände
Bridge® Extra 50 WG ist für die Anwendung in Winterweichweizen im Herbst zugelassen und kann sowohl vor als auch nach dem Auflaufen bis BBCH 14 eingesetzt werden. Die Kombination aus Boden- und Blattwirkung ermöglicht eine breite Erfassung bereits aufgelaufener sowie keimender Unkräuter. Die Wirkungsverteilung liegt bei etwa 30 % Blatt- und 70 % Bodenwirkung.
Gerade in Jahren mit lang anhaltender Herbstkeimung bzw. kurzer Vegetationsruhe kann eine frühe Bekämpfung dazu beitragen, den Konkurrenzdruck auf den jungen Weizenbestand deutlich zu reduzieren.
Schnelle und gründliche Wirkung
Ein wesentlicher Vorteil von Bridge® Extra 50 WG ist seine schnelle und zuverlässige Wirkung gegen wichtige Herbstunkräuter und Windhalm. Das Produkt zeigt eine gute bis sehr gute Wirkung gegen zahlreiche wirtschaftlich relevante Arten wie Ausfallraps, Ehrenpreis-Arten, Erdrauch, Kamille, Klatschmohn, Klettenlabkraut, Stiefmütterchen, Taubnessel und Vogelmiere. Auch Windhalm wird sicher erfasst.
Mit seiner Basiswirkung auf Ackerfuchsschwanz und Weidelgras ist Bridge® Extra 50 WG ein geeigneter Tankmischpartner in der Strategie zur Ungrasbekämpfung.
Durch die Bodenwirkung werden zusätzlich auflaufende Unkräuter erfasst, was die Dauerwirkung der Maßnahme unterstützt.
p
p

Wichtiger Baustein im Resistenzmanagement
Die Anforderungen an ein nachhaltiges Resistenzmanagement nehmen kontinuierlich zu. Flumioxazin gehört zur HRAC-Gruppe 14 und bietet damit eine andere Wirkungsweise als zahlreiche Standardwirkstoffe im Herbst. Der gezielte Einsatz kann dazu beitragen, den Wirkstoffwechsel innerhalb der Fruchtfolge zu verbessern und den Selektionsdruck auf einzelne Wirkstoffgruppen zu reduzieren.
Insbesondere in Betrieben mit regelmäßigem Winterweizenanbau und intensiver Herbizidnutzung kann Bridge® Extra 50 WG daher ein sinnvoller Baustein innerhalb einer langfristigen Resistenzstrategie sein.
Hohe Flexibilität durch zahlreiche Mischpartner
Ein weiterer Vorteil liegt in den breiten Kombinationsmöglichkeiten. Bridge® Extra 50 WG kann je nach Verunkrautungssituation mit verschiedenen Herbiziden kombiniert werden. Möglich sind beispielsweise Mischungen mit Flufenacet-haltigen Produkten, CTU-haltigen Herbiziden, Dadurch lässt sich die Bekämpfungsleistung gezielt an das vorhandene Unkraut- und Ungrasspektrum anpassen.
Diese Flexibilität unterstützt eine maßgeschneiderte Herbststrategie und erleichtert die Integration in unterschiedliche betriebliche Ackerbausysteme.
Eine kleine Einschränkung bei der Mischbarkeit soll nicht unerwähnt bleiben: Im Nachauflauf ist Bridge® Extra 50 WG nicht mischbar mit EC-Formulierungen und Additiven.
Keine Nachbauprobleme in der Fruchtfolge
Neben der Wirkung spielt auch die Fruchtfolgeverträglichkeit eine wichtige Rolle. Nach Angaben des Herstellers können im Herbst behandelte Flächen nach der Ernte im Rahmen der üblichen Fruchtfolge wieder bestellt werden. Auch bei einem notwendigen Umbruch sind Sommergetreide, Sommerraps, Mais, Kartoffeln und Rüben als Nachbaukulturen möglich. Darüber hinaus kann der Anbau von Zwischenfrüchten erfolgen.
Diese Flexibilität schafft Planungssicherheit und reduziert Einschränkungen bei der weiteren Fruchtfolgegestaltung.
Fazit
Bridge® Extra 50 WG ist eine interessante Option für die frühe Herbstbehandlung im Winterweizen. Die Kombination aus schneller und gründlicher Wirkung, Blatt- und Bodenaktivität, guter Mischbarkeit sowie der Einbindung in moderne Resistenzmanagement-Konzepte macht das Produkt zu einem vielseitigen Baustein in der Unkraut- und Ungrasbekämpfung. Ergänzt durch die hohe Fruchtfolgeflexibilität und das günstige Preis-Leistungs-Verhältnis bietet Bridge® Extra 50 WG eine praxisorientierte Lösung für Landwirte und Berater. Für 2027 wird eine Zulassungserweiterung in Wintergerste, Wintertriticale und Winterroggen erwartet. Bridge® Extra 50 WG ist bis 2037 zugelassen und kann somit längerfristig eingeplant werden.